Dienstag, 13. Mai 2014

Mama ♥

Hey meine Lieben,
es tut mir so unendlich Leid, dass mein letzter Post jetzt schon ein paar Wochen zurück liegt. Irgendwie habe ich es immer so vor mich hergeschoben, obwohl ich eigentlich ab und zu was zu schreiben hatte, habe ich es trotzdem nicht getan. Ich hoffe ich werde jetzt öfter dazu kommen zu bloggen ♥

Also, wie ist es mit meiner Mutter gelaufen?
Und ich muss sagen, es war gut.

Ich rief sie nach oben zu mir in's Zimmer und als ich hörte, dass sie kam, verkroch ich mich wie ein kleines Kind schnell in mein Bett mit der Bettdecke bis zur Nase hochgezogen. Sie setzte sich neben mich, fragte was los sei und alles was ich tat, war mich im liegen seltsam an sie zu kuscheln.
Sie fragte wieder und wieder was los sei, dass ich ihr so Angst mache, wenn ich nichts sage, aber ich konnte nichts Richtiges erwidern, sagte ihr nur, dass sie nicht gehen soll.
Sie wollte mir in die Augen schauen, aber ich lies es nicht zu.
Ich wollte es aussprechen, ich wollte einfach nur sagen: "Ich weiß nicht, wie ich sagen soll, dass ich mich geritzt habe." Oder irgendwie so in der Art.
Aber ich konnte nicht. Ich brachte es nicht über die Lippen.
Meine Kehle schnürte sich zu, mein Mund schien trocken und es kam mir so vor, als hätte ich das Sprechen verlernt.
Meine Mutter fragte, ob ich Probleme in der Schule habe, ob mir jemand weh getan hat, ratete etwas, aber von alleine würde sie nicht da drauf kommen.
"Weißt du noch, als wir den einen Abend so lange in der Küche saßen?" , fing ich an, weil ich keinen anderen Weg wusste und ich wenigstens das aussprechen konnte.
Sie fragte mich: "Hast du dich wieder geritzt?" 
Und ich wusste nicht so ganz, ob ich schockiert oder erleichtert sein sollte?
Ich glaube ich war beides.
Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich das schon selbst gedacht hatte. Aber wenn ich so drüber nachdenke, wieso sollte sie nicht auf den Gedanken gekommen sein?
Und ich war natürlich erleichtert.
Sie fragte mich wieso, wie ich drauf gekommen bin, ob ich es nach dem Abend noch einmal getan hätte, aber bei all dem blieb sie ruhig und dafür bin ich ihr so unheimlich dankbar.
Ich versuchte ihr möglichst 'schonend' zu erklären, dass ich mich selbst nicht mochte etc.
Wir redeten dann noch eine Zeit lang, sie sagte mir oft, dass ich das doch nicht tun brauche, dass ich toll wäre, dass keiner perfekt ist und so was alles.
Sie hat mir auch gesagt, dass sie es gut findet, dass ich es ihr gesagt habe und dass ich natürlich auf früher zu ihr hätte kommen können.

Ich bin einfach so froh, dass es raus ist.
Piano und Si wissen es zwar immer noch nicht, aber im Moment läuft es so gut zwischen uns, ich will nichts zerstören, bei ihnen warte ich wahrscheinlich einfach ab, bis sie's sehen und fertig.
Aber dass meine Eltern es wissen, macht alles um einiges leichter. Ich brauche immerhin keine Angst mehr vor dem Moment zu haben, es ihnen zu sagen.
Es ist vorbei.
Es ist hinter mir.

Danke Mama, ich liebe dich so ♥

Kommentare:

  1. Es freut mich, dass du dich überwinden konntest und ich hoffe, deine Eltern können dir helfen aus diesem Teufelskreis zu entkommen. Dieser Schritt den du gemacht hast, war ein ganz großer und ein sehr sehr wichtiger und ich hoffe unheimlich für dich, dass jetzt alles besser wird. Aber hierauf kannst du wirklich wirklich stolz sein!! <3

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